Fragen und Antworten zu den Banknoten

  • Wer darf in der Schweiz Banknoten ausgeben?

    Das Recht zur Ausgabe der Schweizer Banknoten steht gemäss Bundesverfassung allein dem Bund zu (Art. 99 der Bundesverfassung). Der Bund seinerseits hat das Recht zur Ausgabe der schweizerischen Banknoten (Notenmonopol) der Schweizerischen Nationalbank übertragen (Art. 4 des Bundesgesetzes über die Schweizerische Nationalbank, NBG). Die Nationalbank gibt Banknoten nach den Bedürfnissen des Zahlungsverkehrs aus und nimmt abgenutzte, beschädigte und infolge saisonaler Schwankungen überschüssige Noten zurück. Gedruckt werden die Banknoten im Auftrag der Nationalbank bei der Orell Füssli AG.

  • Mit welchen Banknoten kann ich in der Schweiz bezahlen?

    Als gesetzliches Zahlungsmittel gelten gemäss Art. 2 des Bundesgesetzes über die Währung und die Zahlungsmittel (WZG) die von der Nationalbank ausgegebenen Banknoten. Bei den Banknoten sind 1000er-, 200er-, 100er-, 50er-, 20er- und 10er-Noten in Umlauf. Von 2016 bis 2019 fand eine schrittweise Ablösung der 8. Serie durch die 9. Banknotenserie statt. Sämtliche Informationen zur 9. Notenserie finden sich unter der Rubrik Die neue Banknotenserie. Diese Banknoten müssen unbeschränkt an Zahlung genommen werden (Art. 3 WZG), falls kein anderes Zahlungsmittel vertraglich vereinbart wurde.

  • Wie viele Noten befinden sich in Umlauf?

    Im Jahr 2020 betrug der durchschnittliche Notenumlauf 513 Mio. Stück im Wert von rund 84 Mrd. Franken. Eine Übersicht über den Umlauf der einzelnen Notenabschnitte findet sich unter Der Notenumlauf.

  • Wie viele Banknoten gibt die Nationalbank pro Jahr aus, und wie viele nimmt sie zurück?

    Im Jahr 2020 wurden 298 Mio. Noten ausgegeben und 276 Mio. Noten zurückgenommen. Dabei setzte die Nationalbank 87 Mio. druckfrische Noten in Umlauf. Weitere Informationen finden sich unter Ausgabe und Rücknahme von Banknoten.

  • Nimmt der Bargeldbedarf ab, weil immer mehr bargeldlos mit Debit-, Kredit-, Cash-Karten usw. bezahlt wird?

    Bargeld (dazu zählen neben Banknoten auch Münzen) erfüllt hauptsächlich zwei Funktionen: Es wird als Zahlungsmittel und als Wertaufbewahrungsmittel verwendet und steht somit im Wettbewerb mit anderen Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmitteln. Bargeld ist ein gesetzliches Zahlungsmittel, einfach im Gebrauch und jedermann zugänglich. Bargeld ist damit ein wichtiges Element einer funktionierenden Volkswirtschaft. Neben Bargeld werden auch bargeldlose Zahlungsmittel eingesetzt, die in den letzten Jahrzehnten starke Zuwachsraten verzeichneten. Auch der Bargeldumlauf wuchs im gleichen Zeitraum weiter, wenn auch in geringerem Ausmass. Im Jahr 2017 führte die Nationalbank eine erste Zahlungsmittelumfrage unter privaten Haushalten durch, mit dem Ziel, repräsentative Informationen über die Nutzung unterschiedlicher Zahlungsmittel durch die Bevölkerung zu erhalten und mögliche Veränderungen zu erkennen. Der Bericht zur Zahlungsmittelumfrage wurde Ende Mai 2018 publiziert. Die zweite Zahlungsmittelumfrage unter privaten Haushalten, die 2020 durchgeführt wurde, zeigt, dass deutlich weniger Bargeld zu Zahlungszwecken verwendet wurde.

  • Wie hoch sind die Herstellkosten einer Banknote?

    Die Herstellkosten einer Banknote (Entwicklung, Papier und Druck) betragen bei den Noten der neuen Serie im Durchschnitt rund 40 Rappen.

  • Wie lange ist die aktuelle 8. Banknotenserie noch gültig?

    Diese Banknoten wurden per 30. April 2021 zurückgerufen und sind somit keine offiziellen Zahlungsmittel mehr. Sie können unbeschränkt bei der Nationalbank zum vollen Nennwert umgetauscht werden.

  • Was bedeutet eigentlich "Die Nationalbank ruft Banknoten zurück"?

    Zurückgerufene Banknoten sind kein offizielles Zahlungsmittel mehr, sie können aber ab der 6. Banknotenserie unbeschränkt bei der Nationalbank zum vollen Nennwert umgetauscht werden. Der Gegenwert der nach Ablauf von 25 Jahren nicht zum Umtausch eingereichten Noten wird gemäss Art. 9 WZG zugewiesen.

  • Wie und wo kann ich Banknoten aus älteren Serien umtauschen?

    Banknoten, die zurückgerufen, aber noch nicht für wertlos erklärt worden sind, können bei den Kassenstellen oder Agenturen der Nationalbank umgetauscht werden. Nähere Informationen liefert das Merkblatt zum Umtausch von zurückgerufenen Banknoten.

  • Handelt die Nationalbank mit für wertlos erklärten Banknoten?

    Für wertlos erklärte Banknoten sind keine offiziellen Zahlungsmittel mehr, haben aber möglicherweise noch Sammlerwert. Der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage sowie dem Zustand der Noten (die Nationalbank selber nimmt keine Wertschätzungen vor). Im Unterschied zu Numismatikern, Antiquitätengeschäften oder Banken mit einer numismatischen Abteilung handelt die Nationalbank nicht mit solchen Banknoten.

  • Kann ich beschädigte Banknoten bei der Nationalbank umtauschen?

    Die Nationalbank ersetzt beschädigte Banknoten, wenn sich deren Seriennummer erkennen lässt. Zudem muss der Inhaber der Banknote einen Teil vorweisen, der grösser ist als die Hälfte, oder er beweist, dass der fehlende Teil der Note zerstört wurde. Weitere Informationen finden sich im Merkblatt zum Umtausch von beschädigten Banknoten.

  • Kann ich bei der Nationalbank Fremdwährungen umtauschen?

    Nein, bei der Nationalbank können keine Fremdwährungen gekauft oder verkauft werden.

  • Wie hoch ist die Lebensdauer von Banknoten der 9. Serie?

    Die 10er-, die 20er- und die 50er-Note, die für Zahlungen sehr gebräuchlich sind, weisen eine Lebensdauer von durchschnittlich drei bis sechs Jahren auf. Die Lebenserwartung der 100er-, der 200er- und der 1000er-Note liegt höher. Die längere Lebensdauer der Stückelungen mit grösserem Nominalwert resultiert daraus, dass diese Noten tendenziell häufiger zu Wertaufbewahrungszwecken dienen.

  • Wie viele Banknoten wurden im Jahr 2020 vernichtet?

    Im Jahr 2020 wurden von den auf Echtheit und Qualität geprüften Noten rund 35% vernichtet. Das entsprach 129 Mio. beschädigten oder zurückgerufenen Noten. Dieser Wert ist überdurchschnittlich hoch, was auf die Einführung der 9. Banknotenserie und die damit verbundene Vernichtung der Noteneingänge der alten Banknotenserie zurückzuführen ist. Weitere Informationen finden sich unter Verarbeitung und Vernichtung.

  • Wie kann ich vermeiden, Falschgeld zu erhalten?

    Am besten schützt man sich, wenn man sich mit der Notengestaltung und den Sicherheitsmerkmalen genau bekannt macht. Auf der Note befinden sich verschiedene Sicherheitsmerkmale, die ohne Hilfsmittel überprüft werden können. Informationen dazu finden sich für die Noten der 9. Serie unter Sicherheitskonzept.

  • Wie fälschungssicher sind die Banknoten?

    In der Schweiz werden pro Jahr rund 1000 falsche Banknoten beschlagnahmt. Dies entspricht 2 bis 3 Fälschungen pro Million Schweizer Noten im Jahr, womit die Anzahl der sichergestellten Fälschungen im internationalen Vergleich bescheiden ausfällt. Informationen zu Falschgeldfällen finden sich auf der Website des Bundesamtes für Polizei (www.fedpol.admin.ch).

  • Was kann ich tun, wenn ich Falschgeld erhalte?

    Falsche Noten oder Münzen sollten bei entsprechendem Verdacht beim nächsten Polizeiposten zur Überprüfung vorgelegt werden. Wer Falschgeld in Umlauf bringt, macht sich strafbar.

  • Darf ich Banknoten für Werbezwecke reproduzieren?

    Banknoten werden durch Bestimmungen im Schweizerischen Strafgesetzbuch (www.admin.ch) geschützt. Es ist verboten, Geld zu fälschen oder zu verfälschen, um es als echt oder zu einem höheren Wert in Umlauf zu setzen. Ebenso ist es verboten, Falschgeld einzuführen, zu erwerben, zu lagern oder in Umlauf zu setzen. Auch die Reproduktion von Banknoten zu Werbezwecken ist eingeschränkt. Die Wiedergabe und Nachahmung darf keine Verwechslungsgefahr mit Originalnoten schaffen. Im Merkblatt über die Reproduktion von Banknoten sind Beispiele von Reproduktionen aufgelistet, bei denen keine Verwechslungsgefahr mit Originalnoten besteht. Die Nationalbank stellt für Werbe- und Ausbildungszwecke leihweise digitale Bilder von Musternoten in einer Auflösung von 150 dpi mit einer Aufschrift "SPECIMEN" zur Verfügung. Gesuche sind mit Angabe des Verwendungszwecks an folgende Adresse zu richten:

    Schweizerische Nationalbank
    Archiv
    Börsenstrasse 15
    Postfach
    CH-8022 Zürich
    archiv@snb.ch

  • Warum müssen Banknotenserien ersetzt werden?

    Die Nationalbank will eine hohe Sicherheit ihrer Banknoten gewährleisten. Da die technologische Entwicklung rasch voranschreitet, muss sich die Nationalbank auf diesem Gebiet immer wieder einen Vorsprung erarbeiten, damit Fälschungen möglichst keine Chance haben. Zudem werden die bisher banknotentypischen Sicherheitsmerkmale heute auch für Sicherheitsdokumente, Medikamente und Markenartikel verwendet, weshalb neue Elemente für die Banknotensicherheit entwickelt werden müssen.