Header

Nachhaltigkeitsbericht 2025

Hier gelangen Sie zum Downloadbereich
Vollständiger Bericht

Vorwort

Die SNB hat in den letzten Jahren in vielen Bereichen der Nachhaltigkeit bedeutende Fortschritte erzielt und parallel dazu ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung kontinuierlich weiterentwickelt. Ab 2009 veröffentlichte sie einen Umweltbericht. Dieser wurde 2018 durch den jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht ersetzt, in dem auch soziale und gesellschaftliche Themen behandelt werden. 

Im Nachhaltigkeitsbericht 2025 informiert die Nationalbank wie in den beiden Jahren davor über nicht-finanzielle Belange im Sinne der Bestimmungen des Obligationenrechts. Dies umfasst Umwelt-, Sozial-, Arbeitnehmer- und Menschenrechtsbelange sowie die Bekämpfung der Korruption.
 

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Nationalbank leistet mit ihrer Geldpolitik einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Schweiz. Preisstabilität ist eine Voraussetzung für wirtschaftlichen Fortschritt und Wohlstand und schützt die Kaufkraft der Löhne, der Renten sowie der Ersparnisse. Damit trägt die SNB auch zum sozialen Zusammenhalt bei.
  • Die Mitarbeitenden der SNB leben die im Leitbild und im Verhaltenskodex festgehaltenen Normen und Werte, damit die Nationalbank als uneingeschränkt vertrauenswürdige Institution wahrgenommen wird. Auch legt die Nationalbank Wert darauf, dass ihre Lieferanten soziale und ökologische Standards einhalten. 
  • Die Nationalbank berücksichtigt im Rahmen ihrer Anlagepolitik die grundlegenden Normen und Werte der Schweiz. Sie investiert nicht in Aktien und Anleihen von Unternehmen, deren Produkte oder Produktionsprozesse in grober Weise gegen gesellschaftlich breit anerkannte Werte verstossen.
  • Die Nationalbank gibt ihr ökonomisches Wissen an die Gesellschaft weiter. Ihr Engagement umfasst u.a. ein Bildungsangebot für berufsbildende und Maturitätsschulen, die Förderung der ökonomischen Allgemeinbildung mittels Vorträgen sowie ab April 2026 ein Besuchszentrum. Zudem nimmt sie am wissenschaftlichen Diskurs durch die Präsentation von Forschungsergebnissen im Rahmen von Publikationen und Konferenzen teil. 
  • Die Nationalbank ist eine attraktive und verantwortungsvolle Arbeitgeberin. Mit dem einzigartigen Leistungsauftrag bietet sie ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, an Aufgaben von hoher Bedeutung für die Schweiz zu arbeiten. 
  • Die Nationalbank berücksichtigt gemäss ihrem gesetzlichen Auftrag mögliche Folgen des Klimawandels und der Klimapolitik für die Geldpolitik, die Finanzstabilität sowie die Verwaltung der Währungsreserven. Zur Reduktion betrieblicher Treibhausgasemissionen auf Netto-Null bis spätestens 2050 setzt die Nationalbank einen Transitionsplan um. 

Wie die SNB forscht und Wissen vermittelt

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben betreibt die Nationalbank eigene Analysen und Forschung und macht Teile davon öffentlich. Zudem misst sie der ökonomischen Bildung der Bevölkerung grosse Bedeutung bei. Ihr Engagement umfasst u. a. öffentliche Referate, eine Vortragsreihe unter dem Titel «Karl Brunner Distinguished Lecture», ein Bildungsangebot für berufsbildende und Maturitätsschulen unter dem Namen Iconomix sowie ab April 2026 den Betrieb eines Besuchszentrums am Sitz Bern. Ebenfalls publiziert sie unter dem Titel «SNB Economic Notes» kurze, wissenschaftlich fundierte Beiträge für das breite Publikum zu Themen rund um den Auftrag der Nationalbank.

Forschung

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben betreibt die Nationalbank Forschung und veröffentlicht einen Teil der Ergebnisse in wissenschaftlichen Publikationen sowie im Rahmen von Konferenzen. Sie fördert damit die Verbreitung von ökonomischem Fachwissen. Dem gleichen Ziel dient auch das Studienzentrum Gerzensee. Im Berichtsjahr führte die Nationalbank 5 wissenschaftliche Konferenzen sowie 69 Seminare durch. Im Jahr 2025 lag ein Schwerpunkt der Forschung auf der Verwendung neuartiger Datenquellen und Methoden, um neue Wirtschaftsindikatoren für die Schweiz zu entwickeln, beispielsweise durch die Analyse granularer Daten oder die Auswertung von Texten (siehe Research Report unter «Weitere Inhalte»).

Bildungsangebot für Schulen

Die Nationalbank fördert seit 2007 mit der Webplattform Iconomix die ökonomische Bildung junger Erwachsener, indem sie Lehrpersonen kostenlose Unterrichtsmaterialien bereitstellt. Das Kernangebot von Iconomix umfasst Unterrichtsmodule, die in verschiedenen Landessprachen und Englisch verfügbar sind. Der thematische Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Volkswirtschaft und persönliche Finanzen, mit besonderem Augenmerk auf aktuellen Themen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Im Jahr 2025 wurde dieses Angebot an 83% der öffentlichen berufsbildenden Schulen und Maturitätsschulen der Schweiz genutzt. Ergänzt wird das Angebot durch praxisorientierte Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrpersonen. www.iconomix.ch

«Mit Iconomix stärkt die Nationalbank das wirtschaftliche Verständnis der jungen Generation, denn Bildung fördert verantwortungsvolles Handeln von morgen.»

Rosmarie Schlup, Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank

Rosmarie Schlup

Verwaltung der Aktiven

Bei der Bewirtschaftung von Wertschriften privater Emittenten berücksichtigt die Nationalbank auch Aspekte, die nicht-finanzieller Natur sind. Sie beachtet im Rahmen ihrer Anlagepolitik die grundlegenden Normen und Werte der Schweiz und investiert nicht in Aktien und Anleihen von Unternehmen, deren Produkte oder Produktionsprozesse in grober Weise gegen gesellschaftlich breit anerkannte Werte verstossen. Zu den nicht-finanziellen Aspekten bei Wertschriften privater Emittenten zählt auch die Ausübung der Stimmrechte bei Aktien.

Ausübung von Stimmrechten

Zu den nicht-finanziellen Aspekten von Wertschriften privater Emittenten zählt auch die Ausübung der Stimmrechte bei Aktien. Die Nationalbank beschränkt sich dabei auf Fragen der Unternehmensführung und konzentriert sich auf mittel- und grosskapitalisierte Unternehmen aus Europa und arbeitet zu diesem Zweck mit externen Dienstleistern zusammen. In den USA übt die Nationalbank ihre Stimmrechte nicht aus. Die konkrete Stimmabgabe stützt sich auf die Stimmrechtsrichtlinie der SNB, die auf der SNB-Website publiziert ist. Im Jahr 2025 stimmte die SNB an 266 Generalversammlungen über insgesamt 4740 Traktanden ab. Die meisten Stimmrechtsabgaben entfielen auf Vorstandsbelange, insbesondere auf die Wahlen des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie auf die Entlastung des Vorstands (siehe Grafik 1 unter «Downloads»).

Ausschlusskriterien

Die Nationalbank investiert nicht in Aktien und Anleihen von Unternehmen, die grundlegende Menschenrechte systematisch verletzen, systematisch gravierende Umweltschäden verursachen oder in die Produktion international geächteter Waffen involviert sind. Unter «geächteten Waffen» werden gemäss internationalen Abkommen biologische und chemische Waffen, Streumunition sowie Personenminen verstanden. Ebenfalls ausgeschlossen werden Unternehmen, die in die Produktion von Nuklearwaffen für Staaten involviert sind, die nicht zu den legitimen Atommächten gemäss UNO-Atomwaffensperrvertrag zählen. «Systematisch gravierende Umweltschäden» beziehen sich auf Produktionsweisen, die beispielsweise Gewässer oder Landschaften systematisch vergiften, die Biodiversität massiv schädigen oder Geschäftsmodelle, die hauptsächlich auf dem Abbau von Kohle zur Energiegewinnung basieren.

Der runde Tisch im "Salon bleu" in Bern

Betriebliche Klimastrategie und Transitionsplan

Basierend auf ihrer Klimastrategie hat die Nationalbank einen Transitionsplan entwickelt, mit dem sie aufzeigt, wie betriebliche Treibhausgasemissionen systematisch auf Netto-Null reduziert werden können. Die Nationalbank hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Treibhausgasemissionen aus direkten Emissionsquellen sowie aus dem Energiebezug bis 2030 um mindestens 50% gegenüber dem Referenzjahr 2017 zu senken und bis spätestens 2050 Netto-Null zu erreichen. Eine wesentliche Quelle von indirekten Treibhausgasemissionen sind die Flugreisen der SNB. Diese sollen bis 2030 um mindestens 50% gegenüber dem Referenzjahr 2017 reduziert werden.

Betriebliche Klimastrategie

Bereits seit 1989 setzt die Nationalbank Umweltmassnahmen um. In den ersten Jahren standen vor allem energetische Verbesserungen der Gebäude im Vordergrund. Seit der Einführung des systematischen Umweltmanagements im Jahr 1996 können die Umweltbelastungen des Bankbetriebs umfassend ausgewiesen und Ansatzpunkte für Verbesserungen identifiziert werden. Die Klimastrategie der Nationalbank umfasst vier Stufen. Zuerst sollen Treibhausgasemissionen vermieden, dann verringert, und dann durch den Einsatz von emissionsarmen Energieträgern substituiert werden. Zuletzt unterstützt die SNB Klimaschutzprojekte im Umfang der unvermeidbaren Emissionen.

Massnahmen Transitionsplan

Die Ziele des Transitionsplans sollen durch eine Mischung unterschiedlicher Massnahmen erreicht werden, die auf Substitution und technische Verbesserungen mit wesentlichen Emissionsreduktionen fokussieren (siehe Grafik 2 unter «Downloads»). Massnahmen im Zeithorizont bis 2030 umfassen u. a. den Ersatz von Ölheizungen oder die Umstellung der Gasheizungen auf den Bezug von Biogas. Längerfristige Pläne sehen beispielsweise den vollständigen Ersatz klimaschädlicher Kältemittel oder den Anschluss weiterer Gebäude an den Seewasserverbund vor. Wichtige Schritte im Berichtsjahr waren die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden, die Nutzung emissionsarmer Fahrzeuge sowie die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage.

Entwicklung der Treibhausgasemissionen

Die direkten und indirekt durch Energiebezug verursachten Treibhausgasemissionen sind seit dem Referenzjahr 2017 um 72,5% gesunken. Besonders wirksam dafür waren umgesetzte Substitutionsmassnahmen wie der Ersatz von Ölheizungen, die Umstellung der Gasheizungen auf Biogas sowie der Bezug von erneuerbarem Strom. Zudem konnte dank Effizienzsteigerungen der Energieverbrauch um 10,6% reduziert werden. Eine bedeutende Quelle für direkte Treibhausgasemissionen bleiben Kältemittelverluste, was die Wichtigkeit von Massnahmen zu ihrem langfristigen Ersatz unterstreicht. Die Emissionen aus Flugreisen sind im Berichtsjahr zurückgegangen.

Ihre Einstellungen

Erforderlich: Diese Cookies (z.B. zum Speichern Ihrer IP-Adresse) können nicht abgelehnt werden, da sie notwendig sind, um den Betrieb der Website zu gewährleisten. Diese Daten werden nicht weiter ausgewertet.
Analyse: Wenn Sie Ihre Einwilligung zu dieser Kategorie geben, werden Daten wie IP-Adresse, Standort, Geräteinformationen, Browser-Version und Besucherverhalten gesammelt. Dabei werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, die Informationen über Ihr Nutzerverhalten erfassen. Diese Daten werden für SNB-interne Zwecke ausgewertet und 2 Jahre aufgehoben.
Drittanbieter: Wenn Sie Ihre Einwilligung zu dieser Kategorie geben, werden Services von Dritten (z.B. zur Ergänzung der SNB-Website mit multimedialen Inhalten) aktiviert, die Personendaten sammeln, diese bearbeiten und ins Ausland weltweit bekannt geben sowie Cookies setzen. Die entsprechenden Datenschutz-Regelungen sind in der Datenschutzerklärung für die Website der Schweizerischen Nationalbank verlinkt.

Wählen Sie Ihre gewünschten Einstellungen:

Diese Website verwendet Cookies, Analysetools und weitere Technologien, um angeforderte Funktionen, Inhalte und Dienste zur Verfügung zu stellen, angezeigte Inhalte zu personalisieren, Verknüpfungen zu Sozialen Medien anzubieten und die Nutzung der Website zur Verbesserung ihrer Bedienbarkeit in anonymisierter Form zu analysieren. Es werden dabei auch Personendaten an Dienstleister von Videodiensten ins Ausland weltweit bekanntgegeben und es kommen deren Analysetools zur Anwendung. Mehr Informationen finden Sie unter "Einstellungen verwalten".