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Quartalsheft 1/2026

25. März 2026

Bericht über die Geldpolitik

Bericht für die vierteljährliche Lagebeurteilung des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank vom März 2026

Der Bericht beschreibt die wirtschaftliche und monetäre Entwicklung und erläutert die Inflationsprognose. Er zeigt, wie die SNB die Wirtschaftslage beurteilt und welche Konsequenzen sie daraus für die Geldpolitik ableitet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Nationalbank beschloss am 19. März 2026, den SNBLeitzins bei 0% zu belassen. Der mittelfristige Inflationsdruck hat sich gegenüber Mitte Dezember kaum verändert. Die Geldpolitik trägt dazu bei, die Inflation im Bereich der Preisstabilität zu halten, und stützt die Wirtschaftsentwicklung. Angesichts des Konflikts im Nahen Osten ist die Bereitschaft der Nationalbank, am Devisenmarkt zu intervenieren, erhöht.
  • Die Weltwirtschaft wuchs im vierten Quartal 2025 solide. Aufgrund des Konflikts im Nahen Osten und der gestiegenen Energiepreise dürfte sich das Wachstum kurzfristig jedoch etwas verlangsamen, und die Inflation dürfte ansteigen.
  • In der Schweiz wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) im vierten Quartal 2025 wieder, nachdem es im Vorquartal zurückgegangen war. Die Wirtschaftsaussichten für die kommenden Monate sind allerdings unsicher. In der kurzen Frist könnte das Wachstum eher verhalten ausfallen. Mittelfristig ist aber eine Belebung zu erwarten. Die SNB rechnet mit einem BIP-Wachstum von rund 1% für 2026 und von rund 1,5% für 2027.
  • Die Inflation in der Schweiz nahm von 0,0% im November 2025 auf 0,1% im Februar 2026 zu. Zu diesem Anstieg hat insbesondere eine höhere Warenteuerung beigetragen. Die Inflationserwartungen lagen wenig verändert im Bereich der Preisstabilität.
  • Die Unsicherheit bezüglich der Wirtschaftsaussichten für die Welt und die Schweiz ist vor dem Hintergrund des Konflikts im Nahen Osten deutlich angestiegen.
  • Seit Mitte Dezember verschob sich die Renditekurve eidgenössischer Anleihen leicht nach oben. Der Franken wertete sich deutlich auf. Die Kurse am Schweizer Aktienmarkt fielen etwas. Die Preise für Wohnimmobilien nahmen weiter zu. Die Wachstumsdynamik der breit gefassten
    Geldmengen und der Hypothekarkredite stabilisierte sich.

Konjunktursignale

Ergebnisse aus den Unternehmensgesprächen der SNB
Erstes Quartal 2026

Bericht der Delegierten für regionale Wirtschaftskontakte für die vierteljährliche Lagebeurteilung des Direktoriums der SNB. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen beruhen auf Informationen von Mitgliedern von Unternehmensleitungen in der ganzen Schweiz. Bei ihrer Auswertung aggregiert und interpretiert die SNB die erhaltenen Informationen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweizer Wirtschaft wuchs den Gesprächen zufolge zu Jahresbeginn solide. Dienstleistungsunternehmen verzeichneten ein anhaltend robustes Umsatzwachstum, und in der Industrie bestätigten sich die schon im Vorquartal beobachteten Anzeichen einer leichten Belebung.
  • In der Industrie bleibt die Auslastung der technischen Kapazitäten deutlich unter dem üblichen Niveau. Obwohl die tiefe Auslastung und die Frankenstärke die Margensituation belasten, hat sie sich etwas verbessert. Die Industriebetriebe führen dies vor allem auf verringerte Personalbestände zurück, teilweise aber auch auf die gesenkten US-Zölle.
  • Die Unternehmen zeigen sich hinsichtlich des Geschäftsverlaufs optimistisch und erwarten in den kommenden zwei Quartalen robust steigende Umsätze. Die nach der Eskalation im Nahen Osten erhaltenen Informationen weisen darauf hin, dass die Unternehmen mehrheitlich an ihren Erwartungen festhalten. Einige direkt betroffene Unternehmen senken ihre Erwartungen jedoch deutlich. Die Unsicherheit wird als hoch eingestuft.
  • Die Rekrutierung von Personal ist für die Unternehmen zurzeit vergleichsweise einfach, und der Personalbestand entspricht in etwa dem Bedarf der Unternehmen.
  • Viele Unternehmen investieren in Projekte mit künstlicher Intelligenz (KI) und rechnen mit Effizienzgewinnen in den kommenden Jahren. Bei der Mehrheit der Unternehmen verringert der Einsatz von KI den Personalbedarf gegenwärtig jedoch noch nicht.

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