Nationalbank begrüsst Massnahmen zur Stärkung der Too-big-to-fail-Regulierung
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) begrüsst die vom Bundesrat am 12. August 2026 vorgeschlagenen Massnahmen im Bereich der Bankenregulierung. Die vorgesehenen Massnahmen sind entscheidend, um regulatorische Schwachstellen zu beheben, welche die Krise der Credit Suisse aufgezeigt hat. Sie sind ein wichtiger Schritt, um die Stabilität des Schweizer Finanzsystems weiter zu stärken.
Der Entwurf der Liquiditätsverordnung sieht vor, dass systemrelevante und mittelgrosse Banken ausreichend Sicherheiten für den Zugang zur Liquiditätsunterstützung bei Zentralbanken vorbereiten müssen. Damit die SNB im Bedarfsfall Liquiditätsunterstützung leisten kann, müssen Banken in der Lage sein, ihre Aktiven als Sicherheiten an die SNB zu übertragen. Für die Stärkung der Finanzstabilität ist weiter wichtig, dass möglichst viele Banken die Vorbereitungen treffen, um an der Erweiterten Liquiditätsfazilität (ELF), die ab Anfang 2027 zur Verfügung stehen wird, teilzunehmen.
Die SNB begrüsst auch die weiteren vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen, insbesondere hinsichtlich der Stabilisierungsplanung und Abwicklungsfähigkeit der systemrelevanten Banken, der Frühinterventionsmöglichkeiten der FINMA sowie der Zusammenarbeit der Behörden bei der Prävention und Bewältigung von Finanzkrisen.
Zusammen mit den vom Bundesrat am 22. April 2026 angekündigten Massnahmen sind die heute kommunizierten Massnahmen aus Sicht der SNB zentral, um die Too-big-to-fail-Regulierung zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit des Schweizer Finanzsystems zu stärken.
Weiterführende Informationen finden sich auf der SNB-Website.