Drucken

Schlüsselfaktoren für die Schweizer Volkswirtschaft: Finanzmarktregulierung in der Schweiz

Swiss Economic Forum, Interlaken, 04.06.2010

  • Vollständiger Text
    (81 KB)

Das Finanzsystem ist der Blutkreislauf unserer Volkswirtschaft. Wichtige Massnahmen, welche die Widerstandskraft des Finanzsystems erhöhen, sind in der Schweiz bereits getroffen worden. Das fundamentale Problem, dass systemrelevante Banken derzeit nicht scheitern dürfen, wurde aber damit noch nicht entschärft.

Die von der Regierung eingesetzte Expertenkommission zur Limitierung dieses Problems hat vor ein paar Wochen ihren Zwischenbericht publiziert. Der Bericht schlägt Massnahmen in den Bereichen Eigenmittel, Liquidität und Organisationsstruktur vor. Diese Stossrichtung steht im Einklang mit dem Kern der Agenda des Financial Stability Board. Der Zwischenbericht ist ein wichtiger Meilenstein in den Bemühungen, die Too-big-to-fail-Problematik anzugehen.

Selbstverständlich liegen noch erhebliche Herausforderungen vor uns. Zudem bedarf es im Bereich der Too-big-to-fail-Problematik grenzüberschreitender Lösungen. Die Vorschläge der Kommission sind ein konstruktiver Schritt in Richtung globaler Kooperation.

Falls in den wichtigsten Finanzzentren der Kern der Agenda des Financial Stability Board nicht umgesetzt wird, stehen wir am Ende mit leeren Händen da. Zu den wenigen positiven Aspekten der Finanzkrise zählen die beispiellose internationale Zusammenarbeit bei der Krisenbekämpfung und die Bemühungen, bei der Regulierungsreform international zu kooperieren. Es ist im Interesse von uns allen, diese Kooperation erfolgreich weiterzuführen.