Jahresergebnis 2025 der Schweizerischen Nationalbank
Die Nationalbank weist für das Jahr 2025 einen Gewinn von 26,1 Mrd. Franken aus (Vorjahr: Gewinn von 80,7 Mrd. Franken).
Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen betrug 8,8 Mrd. Franken. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 36,3 Mrd. Franken. Der Verlust auf den Frankenpositionen betrug 0,9 Mrd. Franken. Der Betriebsaufwand belief sich auf 0,4 Mrd. Franken.
Die Nationalbank legte die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 12,7 Mrd. Franken fest. Nach Berücksichtigung der vorhandenen Ausschüttungsreserve von 12,9 Mrd. Franken resultiert ein Bilanzgewinn von 26,3 Mrd. Franken. Dies ermöglicht eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie, was dem im Gesetz festgelegten maximalen Betrag entspricht, sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von insgesamt 4 Mrd. Franken. Die Gewinnausschüttung erfolgt gemäss der Vereinbarung zwischen dem Eidgenössischen Finanzdepartement und der SNB vom 29. Januar 2021. Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 4 Mrd. Franken geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Nach diesen Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve 22,3 Mrd. Franken betragen.
Verlust auf den Fremdwährungspositionen
Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen belief sich insgesamt auf 8,8 Mrd. Franken (Vorjahr: Gewinn von 67,3 Mrd. Franken). Die Zins- und Dividendenerträge betrugen 12,8 Mrd. Franken bzw. 3,0 Mrd. Franken, denen Zinsaufwände von 1,0 Mrd. Franken entgegenstanden. Es resultierten Kursgewinne von 1,3 Mrd. Franken auf Zinspapieren und -instrumenten und von 28,3 Mrd. Franken auf Beteiligungspapieren und -instrumenten. Die wechselkursbedingten Verluste beliefen sich auf insgesamt 53,1 Mrd. Franken.
Bewertungsgewinn auf dem Goldbestand
Der Goldpreis notierte Ende 2025 mit 110 919 Franken pro Kilogramm um 45,9% höher als Ende 2024 (76 011 Franken). Auf dem unveränderten Goldbestand von 1040 Tonnen ergab dies einen Bewertungsgewinn von 36,3 Mrd. Franken (Vorjahr: Gewinn von 21,2 Mrd. Franken).
Verlust auf den Frankenpositionen
Der Verlust auf den Frankenpositionen betrug insgesamt 0,9 Mrd. Franken (Vorjahr: Verlust von 7,4 Mrd. Franken). Er resultierte im Wesentlichen aus der Verzinsung der Sichtguthaben auf Girokonten von 0,6 Mrd. Franken. Zusätzliche Zinsaufwände in Höhe von 0,2 Mrd. Franken ergaben sich aus liquiditätsabschöpfenden Operationen. Die SNB schöpft Liquidität mit Repogeschäften und mit eigenen Schuldverschreibungen ab.
Rückstellungen für Währungsreserven
Die Nationalbank strebt eine robuste Bilanz mit hinreichendem Eigenkapital an, um auch mögliche hohe Verluste absorbieren zu können. Daher sind jährliche Zuweisungen an die Rückstellungen für Währungsreserven erforderlich. Für die Festlegung der Zuweisung in einem Jahr wird das Doppelte des durchschnittlichen nominalen Wachstums des Bruttoinlandprodukts (BIP) der letzten fünf Jahre herangezogen. Damit aber die Rückstellungen für Währungsreserven auch in Zeiten mit tiefen nominalen BIP-Zuwachsraten ausreichend alimentiert werden, gilt zurzeit eine jährliche Mindestzuweisung von 10% des Bestands am Ende des Vorjahres.
Da das durchschnittliche nominale BIP-Wachstum in den letzten fünf Jahren bei 2,9% lag, kommt für das Geschäftsjahr 2025 die Mindestzuweisung von 10% zur Anwendung, was einem Betrag von 12,7 Mrd. Franken entspricht (Vorjahr: 11,6 Mrd. Franken). Die Rückstellungen für Währungsreserven werden dadurch von 127,3 Mrd. Franken auf 140,1 Mrd. Franken steigen.