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Offene Welt – Weltoffene Schweiz

Swiss Economic Forum, Thun, 07.05.2004

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Globalisierung - der weltweite Austausch von Produktionsfaktoren, Gütern, Technologien und Ideen – ist ein Prozess, der seit Menschengedenken in unterschiedlichem Ausmass und Intensität stattfindet. Der technologische Fortschritt ist die eigentliche Triebkraft der Globalisierung. Er ermöglicht Kostensenkungen über eine zunehmende Spezialisierung und Ausnutzung von komparativen Vorteilen. Der Prozess der Globalisierung wird aber durch nationale und internationale gesetzliche Rahmenbedingungen teilweise eingeschränkt. Trotz gesamthaft positiven und breit gestreuten Nettoeffekten ist die Akzeptanz der Globalisierung wegen der für bestimmte Wirtschaftsakteure anfallenden Anpassungskosten jedoch oft nicht gegeben.

Die Schweiz hat mit ihrem erfolgreichen Exportsektor und ihren vergleichsweise attraktiven Standortbedingungen wie insbesondere der guten Infrastruktur und dem flexiblen Arbeitsmarkt das Potenzial, auch in Zukunft von der fortschreitenden Globalisierung profitieren zu können. Eine notwendige Bedingung dazu ist aber die Erhöhung der Produktivität und damit der Wettbewerbsfähigkeit des Binnensektors. Eine Abschottung oder auch nur die Beibehaltung des Status Quo sind unter zunehmendem internationalen Wettbewerbsdruck längerfristig keine Optionen für die Schweiz. Sie würden zu grossen Wohlfahrts- und Wachstumseinbussen führen und die langfristige Sicherung der Sozialwerke gefährden.