Drucken

Die schweizerische Geldpolitik im europäischen Umfeld

Deutsch-Schweizerische Wirtschaftsvereinigung zu Düsseldorf und Industrie-Club, Düsseldorf, 28.02.2000

  • Vollständiger Text
    (27 KB)

Der Präsident des Direktoriums der Nationalbank, Hans Meyer, gibt zunächst einen Überblick über die internationale und schweizerische Wirtschaftslage. Sodann stellt er das neue geldpolitische Konzept der Schweizerischen Nationalbank vor. Es ruht auf drei Pfeilern: einer expliziten Definition der Preisstabilität, einer breit abgestützten mittelfristigen Inflationsprognose und einem Zielband für den Dreimonatssatz am Schweizerfranken-Geldmarkt für die operative Umsetzung der Geldpolitik.

Dieses neue geldpolitische Konzept stimmt in den grundsätzlichen Fragen weitgehend mit der Denk- und Handlungsweise anderer massgebender Notenbanken überein. So ist man überzeugt vom Zusammenhang zwischen Geldversorgung und Preisentwicklung, man ist sich einig über den Stellenwert der Preisstabilität, und man bemüht sich, bei der Entscheidungsfindung alle massgebenden Indikatoren zu berücksichtigen.

In der Folge äussert sich Meyer zum Zusammenhang zwischen Geldpolitik und Wirtschaftsentwicklung sowie zur Einbettung der Schweiz in das europäische Umfeld. Es gibt vorderhand keinen Grund, daran zu zweifeln, dass die Teuerung als latente Bedrohung noch immer ernst zu nehmen ist. Die Aussichten sind gut, dass sich zwischen der Schweiz und dem Euroraum eine Konvergenz nachhaltiger Stabilitätspolitik und damit eine tendenzielle Stabilität der Wechselkursbeziehungen ergeben wird.