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Wohin gehen wir?

IHK Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell, St. Gallen, 09.09.1998

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Die Stagnationsphase der schweizerischen Volkswirtschaft hat schwerwiegende strukturelle Probleme offengelegt. Die Schwierigkeiten im ökonomischen Umfeld und die fortschreitende Globalisierung der Weltwirtschaft stellen unser Land vor grosse Herausforderungen, die auch die politische und gesellschaftliche Sphäre in ihren Bann ziehen.

Die Politik hat sowohl mit Öffnungsstrategien nach aussen als auch mit einer Revitalisierung der binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert. Die Unternehmungen haben sich eigentlichen Fitnesskuren unterzogen, um im weltweiten Standortwettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Der sprichwörtliche Pragmatismus hat uns bis anhin davor bewahrt, Keile ins Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Gesellschaft zu schieben. Der Staat wird die Voraussetzungen für Wohlstand und Wohlfahrt nur unter der Bedingung der verantwortungsvollen Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft schaffen können. Wirtschaft und Wettbewerb sind dabei nicht Selbstzweck; sie stehen im Dienst von konsensfähigen, gesellschaftlich anerkannten Zielen. Dazu gehört auch der Schutz vor der wirtschaftlich und sozial schädlichen Erosion des Geldwertes, wozu die monetäre Politik einen wesentlichen Beitrag leistet.