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März 2011
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Die SNB teilt am 3. März 2011 mit, dass für das Jahr 2010 ein Konzernverlust von 19 170,8 Mio. Franken resultiert, nach einem Gewinn in der Höhe von 9955,0 Mio. Franken im Vorjahr. Die Entwicklung der Wechselkurse hatte den weitaus grössten Einfluss auf das Jahresergebnis.
An der vierteljährlichen Lagebeurteilung vom 17. März 2011 beschliesst die SNB, ihre expansive Geldpolitik fortzusetzen. Sie belässt das Zielband für den 3M-Libor bei 0%–0,75%. Dabei strebt sie an, den Libor im unteren Bereich des Zielbandes um 0,25% zu halten. Obwohl sich die Konjunktur weltweit besser entwickelte, als die SNB erwartet hatte, bleiben die internationalen Risiken beträchtlich. Die bedingte Inflationsprognose zeigt jedoch, dass die expansive Geldpolitik nicht über den gesamten Prognosehorizont fortgeführt werden kann, ohne die Preisstabilität längerfristig zu gefährden.
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Juni 2011
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An der vierteljährlichen Lagebeurteilung vom 16. Juni 2011 beschliesst die SNB, ihre expansive Geldpolitik beizubehalten. Das Zielband für den 3M-Libor bleibt unverändert bei 0%–0,75%, wobei ein 3M-Libor im unteren Bereich des Zielbandes um 0,25% angestrebt wird. Die SNB geht für 2011 unverändert von einem Wachstum des realen BIP von rund 2% aus. Aus der bedingten Inflationsprognose geht hervor, dass die expansive Geldpolitik nicht über den gesamten Prognosehorizont weitergeführt werden kann, ohne die Preisstabilität längerfristig zu gefährden.
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August 2011
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Am 3. August gibt die SNB bekannt, dass sie ab sofort einen 3MLibor so nahe bei null wie möglich anstrebt und das Zielband für den 3M-Libor von 0–0,75% auf 0–0,25% reduziert. Weiter beabsichtigt sie, die Sichtguthaben der Banken bei der SNB von derzeit rund 30 Mrd. Franken auf 80 Mrd. Franken auszudehnen. Mit sofortiger Wirkung wird die SNB auslaufende Repos und SNB-Bills nicht mehr erneuern und ausstehende SNB-Bills zurückkaufen. Die SNB betont weiter, dass der Franken massiv überbewertet ist und damit die Wirtschaftsentwicklung bedroht und die Abwärtsrisiken für die Preisstabilität erhöht.
Am 10. August kündigt die SNB an, dass sie die Liquidität am Schweizer-Franken-Geldmarkt weiter signifikant ausweiten wird. Sie strebt einen raschen Anstieg der Sichtguthaben der Banken bei der SNB von 80 Mrd. auf 120 Mrd. Franken an. Um den Anstieg der Frankenliquidität zu beschleunigen, wird sie zusätzlich Devisenswaps abschliessen.
Am 17. August gibt die SNB bekannt, dass sie die Liquidität auf dem Schweizer-Franken-Geldmarkt weiter signifikant erhöhen wird. Sie strebt per sofort einen Anstieg der Sichtguthaben der Banken bei der SNB von 120 Mrd. auf 200 Mrd. Franken an. Dazu wird sie SNB-Bills zurückkaufen sowie Devisenswaps einsetzen.
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September 2011
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Am 6. September kündigt die SNB an, dass sie am Devisenmarkt ab sofort keinen Euro-Franken-Kurs unter 1.20 toleriert. Sie wird diesen Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Die SNB betont weiter, dass der Franken auch bei 1.20 pro Euro hoch bewertet ist und sich über die Zeit weiter abschwächen sollte. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, wird die SNB weitere Massnahmen ergreifen.
An der vierteljährlichen Lagebeurteilung vom 15. September bekräftigt die SNB, dass sie den am 6. September festgelegten Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro mit aller Konsequenz durchsetzen wird. Sie ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Sie strebt weiterhin einen 3M-Libor bei null an und wird die gesamten Sichtguthaben bei der Nationalbank bei deutlich über 200 Mrd. Franken belassen.
Am 15. September beschliesst die SNB, in Absprache mit der Bank of England, der Bank of Japan, der Europäischen Zentralbank und dem Federal Reserve, US-Dollar-Liquidität mit einer Laufzeit von 84 Tagen zu offerieren, um die Bedürfnisse über das Jahresende zu decken. Die entsprechenden Auktionen werden zusätzlich zu den Auktionen für 7-tägige US-Dollar-Liquidität durchgeführt. Die erste Auktion für 84-Tage-US-Dollar-Liquidität ist für den 12. Oktober 2011 geplant.
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November 2011
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Am 30. November gibt die SNB gemeinsam mit der Bank of Canada, der Bank of England, der Bank of Japan, der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Federal Reserve den Abschluss befristeter Liquiditäts-Swap-Abkommen bekannt, die bis zum 1. Februar 2013 laufen. Falls es die Marktbedingungen erfordern, können die Währungen dieser Zentralbanken damit in allen Währungsgebieten angeboten werden. Ausserdem haben sich die genannten Zentralbanken geeinigt, die bestehenden Liquiditäts-Swap-Abkommen in US-Dollar zu verlängern und den Zinssatz für diese Geschäfte um 50 Basispunkte auf US-Dollar Overnight Index Swap (OIS) plus 50 Basispunkte zu senken. Die SNB wird auch künftig zur Versorgung des Marktes mit US-Dollar-Liquidität Repo-Geschäfte mit Laufzeiten von einer Woche und drei Monaten durchführen.
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Dezember 2011
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An der vierteljährlichen Lagebeurteilung vom 15. Dezember bekräftigt die SNB, dass sie den Mindestkurs weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen wird und bereit ist, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Sie belässt das Zielband für den 3M-Libor bei 0%–0,25% und strebt nach wie vor einen 3M-Libor nahe bei null an. Auch beim aktuellen Kurs bleibt der Franken aus Sicht der SNB hoch bewertet und sollte sich weiter abschwächen. Die SNB erklärt weiter, dass sie die Liquidität weiterhin ausserordentlich hoch halten wird, gegenwärtig aber kein spezifisches Niveau für die Sichtguthaben anstrebt. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, steht die SNB bereit, jederzeit weitere Massnahmen zu ergreifen.
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März 2012
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An der vierteljährlichen Lagebeurteilung vom 15. März bekräftigt die SNB, dass sie den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen wird und bereit ist, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Das Zielband für den 3M-Libor bleibt unverändert bei 0%–0,25%. Die SNB will die Liquidität am Geldmarkt weiterhin ausserordentlich hoch halten. Auch beim aktuellen Kurs ist der Franken aus Sicht der SNB hoch bewertet. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, wird die SNB weitere Massnahmen ergreifen.
Am 8. März veröffentlicht die SNB das Jahresergebnis 2011. Der Konzerngewinn beträgt 13,5 Mrd. Franken, nach einem Verlust von 19,2 Mrd. Franken im Vorjahr. Das für die Gewinnausschüttung massgebliche Ergebnis des Stammhauses, das die Konsolidierung der Gesellschaften des Stabilisierungsfonds nicht berücksichtigt, liegt mit 13,0 Mrd. Franken um 440,2 Mio. Franken tiefer.
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