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Die SIX Swiss Exchange-SECOM-SIC-Verbindung (Swiss Value Chain)
Lieferung-gegen-Zahlung in der Wertschriftenabwicklung
Seit 1996 besteht eine Verbindung zwischen dem Wertschriftenabrechnungssystem SECOM der SIX SIS (http://www.six-sis.com/sec/cm), dem Handelssystem SWX der SIX Swiss Exchange (http://www.six-swiss-exchange.com) und SIC. Die Verbindung dieser Systeme ermöglicht es, bei der Wertschriftenabwicklung das Prinzip der Lieferung-gegen-Zahlung zu gewährleisten. Dadurch wird das Erfüllungsrisiko bei Wertschriftengeschäften eliminiert. Mit dem Erfüllungsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das entsteht, sofern der Verkäufer eine Wertschrift liefert, die Zahlung dafür aber nicht erhält, beziehungsweise wenn der Käufer eine Wertschrift bezahlt, diese aber nicht geliefert bekommt. Das Erfüllungsrisiko ist eine der wichtigsten Ursachen für den Fall, dass ein Teilnehmer seinen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachzukommen vermag, was zur Folge haben kann, dass andere Teilnehmer oder Finanzinstitute ebenfalls nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Eine solche Zahlungs- oder Lieferungsunfähigkeit kann erhebliche Liquiditäts- oder Kreditprobleme verursachen und infolgedessen die Stabilität der Finanzmärkte bedrohen.
Die SWX Plattform–SECOM–SIC-Verbindung
 
Der von der BIZ 1992 veröffentlichte Bericht Delivery versus Payment in Securities Settlement Systems (www.bis.org) gibt einen ausführlichen Überblick darüber, wie die bei der Wertschriftenabwicklung vorhandenen Risiken reduziert werden können.
 
Die Art und Weise wie die drei Systeme SECOM, SIX Swiss Exchange und SIC miteinander verbunden sind, um eine Lieferung-gegen-Zahlung bei der Wertschriftenabwicklung zu garantieren, wird durch das folgende Beispiel illustriert. Die Bank A kauft von der Bank B an der Börse 100 Titel für 20'000 Franken. Unmittelbar danach sendet SIX Swiss Exchange eine Bestätigung an die beiden Parteien sowie eine Meldung mit den relevanten Informationen an SECOM, wo diese Transaktionsdaten bis zur Abwicklung aufbewahrt werden. Die Abwicklung von Wertschriftengeschäften erfolgt in der Regel drei Tage nach Handelsabschluss. Am Abwicklungstag überprüft SECOM, ob die Bank B in ihrem Depot bei der SIX SIS AG mindestens 100 Stück der verkauften Titel hält. Ist dies der Fall, werden 100 Titel reserviert, und es wird automatisch eine Zahlungsinstruktion an SIC ausgelöst. SIC überprüft nun, ob die Bank A über genügend Giroguthaben verfügt. Falls die Bank A tatsächlich mindestens 20'000 Franken Giroguthaben besitzt, wird dieser Betrag dem Girokonto der Bank B gutgeschrieben. Gleichzeitig sendet SIC eine Meldung an SECOM, dass die Zahlung ausgeführt wurde. SECOM transferiert daraufhin die reservierten Titel vom Depot der Bank B ins Depot der Bank A und benachrichtigt die beiden Parteien über die erfolgreiche Abwicklung.