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Berichterstattung über die Geldpolitik 2002
1. Ausgangslage
2. Neubeurteilung infolge unerwartet schwachen Wirtschaftswachstums und starken Frankens
3. Senkung des Zielbandes im Mai und im Juli
4. Keine Veränderung des Zielbandes an den planmässigen Lagebeurteilungen
5. Signale für eine mittelfristige Anhebung der Zinsen
6. Grafiken
1. Ausgangslage
Im Dezember 2001 hatte die Nationalbank ihr Zinszielband für den Dreimonats-Libor auf 1,25%-2,25% gesenkt und eine Inflationsprognose mit der Annahme eines konstanten Zinssatzes von 1,75% veröffentlicht. Die Prognose deutete darauf hin, dass die Inflation in der Schweiz im Verlaufe des Jahres 2002 vorübergehend auf rund 0,5% fallen und anschliessend bis zum Ende des dreijährigen Prognosehorizonts schrittweise bis auf 1,5% steigen werde. Für das schweizerische Wirtschaftswachstum prognostizierte die Nationalbank eine Abschwächung von geschätzten 1,5% auf rund 1,0% im Jahre 2002. Die Nationalbank führte daher ihre expansive Geldpolitik vorerst fort, was unter anderem im starken Wachstum der Geldmenge M3 zum Ausdruck kam.