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Der Notenumlauf

Stückelung
Wert in CHF
Wert in %
Stückzahl
Stückzahl in %
 
 
 
 
 
1'000
41'793'251'000
62.0%
41'793'251
10.3%
500*
106'606'000
0.2%
213'212
0.1%
200
9'490'281'600
14.1%
47'451'408
11.7%
100
11'184'753'300
16.6%
111'847'533
27.5%
50
2'447'047'450
3.6%
48'940'949
12.0%
20
1'654'741'300
2.5%
82'737'065
20.4%
10
735'406'480
1.1%
73'540'648
18.1%
 
 
 
 
 
Total
67'412'087'130
100.0%
406'524'066
100.0%

Tabelle: Durchschnittlicher Notenumlauf der Schweizer Banknoten im Jahr 2015
* Diese Noten gehören noch zur sechsten Serie

Der hohe Anteil der grossen Notenabschnitte deutet darauf hin, dass Banknoten nicht nur als Zahlungs-, sondern in erheblichem Umfang auch als Wertaufbewahrungsmittel verwendet werden.
Der Notenumlauf hat seit der Geschäftsaufnahme der SNB im Jahre 1907 wertmässig massiv zugenommen. Dies entspricht zum Teil der Teuerung. Die nachstehende Abbildung zeigt die Entwicklung des nominellen und des mit den Konsumentenpreisen deflationierten, realen Notenumlaufs (zu Preisen von 1907). Im Notenumlauf sind die Banknoten der früheren Emissionsbanken, die bis 1910 parallel zu den SNB-Banknoten zirkulierten, und die Bundeskassenscheine, die zwischen 1915 und 1929 im Umlauf waren, eingeschlossen. Demnach stieg der nominelle Notenumlauf von Ende 1907 bis Ende 2015 um 75'728%. Für den realen Notenumlauf ergibt sich eine deutlich geringere, aber immer noch beachtliche Zuwachsrate von 6'631%.

Abbildung: Notenumlauf 1907-2015

Abbildung: Das Verhältnis zwischen Notenumlauf und BIP

Der Anstieg des Notenumlaufs widerspiegelt zum Teil auch das Wirtschaftswachstum. Die obenstehende Abbildung zeigt den Verlauf des mit dem nominellen Bruttoinlandprodukt (BIP) skalierten Notenumlaufs. Daraus geht hervor, dass das Verhältnis zwischen Notenumlauf und nominellem BIP seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kontinuierlich gefallen ist. Der Notenumlauf hat mit anderen Worten langsamer zugenommen als das nominelle BIP: Das Bargeldvolumen war in den Sechzigerjahren – mit 16 Prozent des Bruttoinlandprodukts – anteilsmässig doppelt so hoch wie heute. Dies widerspiegelt die Fortschritte in der Zahlungstechnologie, die zur wachsenden Verbreitung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs beitrugen und Firmen und Haushalten eine geringere Kassenhaltung ermöglichten. Im Unterschied zur Nachkriegszeit hatte der mit dem nominellen BIP skalierte Notenumlauf in den ersten vier Jahrzehnten des Jahrhunderts allerdings noch zugenommen. Dahinter verbirgt sich zunächst die zunehmende Verdrängung von Metallmünzen und Wechseln durch Banknoten in den Anfangsjahren der SNB. Später trugen vor allem die allgemeine Unsicherheit im Ersten Weltkrieg sowie die Deflation Anfang der zwanziger Jahre und erneut in der Weltwirtschaftskrise der dreissiger Jahre zur Notenhortung bei.
Seit 2008 hat Bargeld als Wertaufbewahrungsmittel wieder an Bedeutung gewonnen. Die erhöhte Nachfrage nach Banknoten lässt sich unter anderem auf das anhaltend tiefe Zinsniveau zurückführen. Zudem haben die Finanzmarktkrise und die Staatschuldenkrise zu einer erhöhten Attraktivität der Bargeldhaltung beigetragen. Die gestiegene Nachfrage nach den kleinen Notenabschnitten wiederspiegelt vor allem die positive Entwicklung des privaten Konsums.