Die Produktion
Die Herstellung des Notenpapiers
Die aktuellen Schweizer Banknoten werden auf ein durch die Firma landQart® (www.landqart.ch) geliefertes Spezialpapier gedruckt. Dieses Papier besteht aus Linters und Kämmlingen (kurze Baumwollfasern), die bei der Verarbeitung von Baumwolle als Nebenprodukte anfallen. Baumwollprodukte werden verwendet, weil ihre spezielle Faserstruktur den Banknoten Festigkeit und Langlebigkeit gibt. Die Baumwollfasern werden zerstückelt, gekürzt und gequetscht und in der Folge mit Füll-, Leim- und Farbstoffen vermischt. Die Papiermaschine formt das Wasserzeichen, integriert den Sicherheitsfaden und entwässert das Papiervlies. Nach dem Trocknen werden die Bedruckbarkeit und die Schreibleimung durch einen Stärkeauftrag verbessert und das Papier geglättet und aufgerollt. In der Papierausrüstung werden die Papierrollen zugeschnitten und bogenweise auf Paletten für die Auslieferung an die Druckerei bereitgestellt.
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Abbildung: Herstellung des Notenpapiers bei landQart
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Die Sicherheitsfarbe
Neben speziellem Papier bedarf es zur Herstellung von Banknoten auch spezieller Sicherheitsfarbe, die hohen Ansprüchen genügen muss: Sie muss gegen 18 verschiedene Chemikalien sowie gegen Licht resistent sein und sogar das Kochprogramm der Waschmaschine fast unbeschadet überstehen! Lieferantin der Sicherheitsfarben für den Druck der schweizerischen wie auch vieler ausländischer Banknoten ist die Sicpa SA (www.sicpa.ch) in Prilly-Lausanne.
Druck der Banknoten
Die jüngste Notenserie wird, wie bereits frühere Serien, von der Firma Orell Füssli Sicherheitsdruck AG (www.ofs.ch) gedruckt. Dabei kommen Druckmaschinen zum Einsatz, die von der Firma KBA-Giori S.A. (www.kba-giori.com) in Lausanne produziert werden. Für die Herstellung der Schweizer Banknoten werden insgesamt vier Druck-, zwei Applikations- und ein Perforationsverfahren kombiniert.
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Abbildung: Notendruck bei Orell Füssli
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Der Druckprozess beginnt mit der Verarbeitung der vom Künstler eingereichten elektronischen Daten. Mit Hilfe von CAD (Computer Aided Design) werden die Originalplatten hergestellt. Dann werden die Papierbogen auf einer Offset-Supersimultan-Maschine beidseitig mit verschiedenen mehrfarbigen Linienwerken so präzis bedruckt, dass sich dank der Übereinstimmung der Linien Durchsichtsregister ergeben. Die Applikationsmaschine trägt die Tanzzahl (Kinegram®) und die Glitzerzahl (metallische Ziffer) auf. Per Siebdruck gelangen anschliessend mit der Chamäleonzahl (Optically Variable Ink) und der Zauberzahl (Iriodin-Ziffer®) zwei weitere Sicherheitsmerkmale auf die Papierbogen. Der Kupfer- oder Stahlstichdruck lässt Reliefs entstehen, die für den Tastsinn erkennbar sind und sich dem Auge je nach Winkel in unterschiedlicher Weise präsentieren. Im Unterschied zu vielen ausländischen Noten erfolgt der Kupferdruck bei Schweizer Banknoten sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite. Gar als erste der Welt werden die Noten dann im Perforationsverfahren mit der Lochzahl (Microperf®) ausgerüstet. Die Banknoten werden im nächsten Produktionsschritt mit einer Nummeriermaschine im Buchdruckverfahren in Unikate verwandelt und lackiert. Eine Schneidmaschine zerlegt die fertigen Bogen in Einzelnoten. Anschliessend überprüft eine computergesteuerte Anlage die Druckqualität der Noten und scheidet fehlerhafte Noten aus. In einem letzten Arbeitsgang werden die Noten in Pakete zu tausend Stück verpackt, in Kisten verladen und für den Transport zur SNB bereitgestellt.
Qualitätskontrolle
Bei der SNB wird eine Qualitätskontrolle anhand einer Stichprobe der gelieferten druckfrischen Banknoten durchgeführt. Haben die Banknoten die Qualitätskontrolle erfolgreich durchlaufen, werden sie in den Tresoren eingelagert. Die restlichen gelieferten druckfrischen Noten werden zur Kontrolle gewogen und ebenfalls eingelagert.
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Abbildung: Qualitätskontrolle
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