Die Entwicklung
Stückelung, Format und Farben
Die Entwicklung der aktuellen Banknotenserie begann in den achtziger Jahren mit verschiedenen Grundsatzentscheiden. Zunächst wurde beschlossen, an Stelle der 500er-Note eine 200er-Note auszugeben. Die SNB reagierte damit auf den stark abnehmenden Anteil der 500er-Note am Notenumlauf. Diese Note war beim Publikum nicht beliebt. Sie war für die täglichen Zahlungen zu gross und als Wertaufbewahrungsmittel zu klein. Die 200er-Note ist von den Verbrauchern gut aufgenommen worden, was eine Verringerung des Umlaufs des zahlenmässig wichtigsten Abschnitts – der 100er-Note – und eine Erhöhung des Bedarfs an 1000er-Noten zur Folge hatte. Dies führte zu einer Verringerung des stückmässigen Notenumlaufs.
Ausserdem erfuhr das Format der Banknoten verschiedene Änderungen. Zum einen wurde die Höhe auf 74mm vereinheitlicht, womit eine wesentliche Verbesserung der Automatengängigkeit der Noten erreicht wurde. Zum anderen wurde der Längenunterschied zwischen zwei Notenabschnitten auf jeweils 11mm festgelegt. Die 10er-Note ist mit einer Länge von 126 mm die kleinste, die 1000er mit 181 mm die grösste Note der Serie. Damit sollten die Noten auch von sehbehinderten Benutzern gut auseinander gehalten werden können. Weiter wurde zur eindeutigen Unterscheidung der 20er- und 100er-Note für erstere eine rote Farbgebung gewählt (früher waren beide blau).
Wahl der Echtheitsmerkmale
Besondere Aufmerksamkeit kam der Wahl der Echtheitsmerkmale zu. Massgebend war die Auffassung, dass nur eine optimale, nach den Kriterien der Verfügbarkeit, der Wirksamkeit und der Kosten zu bestimmende Kombination von Merkmalen einen angemessenen Fälschungsschutz gewährleistet. Als Ergänzung zu den Merkmalen, die bereits in früheren Serien verwendet worden waren, wurden für die aktuellen Noten neue Merkmale vorgesehen: Zauberzahl, Farbzahl, Tanzzahl, Lochzahl, Chamäleonzahl und Glitzerzahl sollten den Benützern die Echtheitsprüfung erleichtern.
Auswahl des Künstlers
Mit diesen Vorgaben wurden vierzehn Künstler zur Teilnahme an einem Gestaltungswettbewerb eingeladen. Die zehnköpfige Jury prämierte aus den eingereichten Entwürfen deren drei. Die Gewinner wurden in der Folge zur Ausarbeitung eines Notenwertes (die 50er-Note) bis zu dessen Druckreife aufgefordert. Dabei ging es darum, die Vorstellungen in Bezug auf die künstlerische Gestaltung mit den Anforderungen der Sicherheitstechnik in Einklang zu bringen. Bei dieser Arbeit wurden die Gestalter von Fachleuten beraten. Aufgrund der Resultate betraute 1991 der zuständige Bankausschuss der SNB Jörg Zintzmeyer mit der Entwicklung der aktuellen Noten.