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Aktivenstruktur
Funktion der Aktiven
Die Aktiven der Nationalbank erfüllen wichtige geld- und währungspolitische Funktionen. Sie bestehen vorwiegend aus Gold und Anlagen in Fremdwährungen sowie zu einem kleinen Teil aus Aktiven in Franken. Ihre Höhe und Zusammensetzung wird durch die geltende Währungsordnung und die Bedürfnisse der Geldpolitik bestimmt. Art. 5 Abs. 2 des Nationalbankgesetzes (NBG) überträgt der Nationalbank die Aufgabe, die Währungsreserven zu verwalten. Gemäss Art. 99 Abs. 3 der Bundesverfassung hält sie einen Teil davon in Gold. Die Nationalbank hält die Währungsreserven hauptsächlich in Form von Devisenanlagen und Gold. Zu den Währungsreserven gehören auch die Reserveposition beim Internationalen Währungsfonds und die internationalen Zahlungsmittel. Die Nationalbank benötigt Währungsreserven, um jederzeit über geld- und währungspolitischen Handlungsspielraum zu verfügen. Währungsreserven wirken überdies vertrauensbildend und dienen der Vorbeugung und Überwindung allfälliger Krisen.
 
Zusammensetzung der Aktiven
Die Bilanzsumme der Nationalbank betrug Ende 2011 346 Mrd. Franken und lag damit 76 Mrd. Franken höher als vor Jahresfrist (270 Mrd.). Die Zunahme ist hauptsächlich auf den Anstieg der Währungsreserven zurückzuführen, die sich innert Jahresfrist um 62 Mrd. Franken auf 314 Mrd. Franken erhöhten. Zu diesem Anstieg trugen die Anlagen aus Devisenswaps gegen Franken sowie die Wertsteigerung der Währungsreserven und Devisenkäufe bei. Die über Swaps temporär gehaltenen Devisen werden bis zur Rückabwicklung in Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit, in Repogeschäfte und auf Sichtkonten bei Zentralbanken angelegt. Der Bestand an Frankenaktiven nahm ebenfalls zu. Während das Volumen der Frankenobligationen bei 4 Mrd. Franken verharrte, kamen Forderungen über 18 Mrd. Franken aus Repogeschäften hinzu. Das Darlehen an den Stabilisierungsfonds reduzierte sich aufgrund von Rückzahlungen, Coupons und Verkäufen weiter. Ende 2011 belief es sich noch auf 8 Mrd. Franken, gegenüber 12 Mrd. Franken vor Jahresfrist. Das Darlehen ist in verschiedenen Währungen denominiert und wird zum Einmonats-Libor der jeweiligen Währung zuzüglich 2,5 Prozentpunkten verzinst.
 
Schuldnerkategorien und Instrumente
Die Anleihenportfolios der Devisenanlagen und der Frankenanleihen enthielten Ende 2011 Obligationen von Staaten und staatsnahen Instituten, supranationalen Organisationen, lokalen Gebietskörperschaften, Finanzinstituten (hauptsächlich Pfandbriefe) und übrigen Unternehmen. Bei den Devisenanlagen wurden auch Anlagen bei Banken getätigt, auf besicherter und in geringem Ausmass auf unbesicherter Basis. Die Aktienportfolios wurden durch Nachbildung breiter Marktindizes in den Währungen Euro, US-Dollar, Yen, Pfund und kanadischer Dollar ausschliesslich passiv bewirtschaftet. Ein geringfügiger Teil des Goldbestandes war Ende Jahr in Form von besicherten Goldleihgeschäften ausgeliehen.