Risikoprofil der Anlagen
Risiken
Die Hauptrisiken auf den Anlagen sind die Marktrisiken, d.h. die Goldpreis-, Wechselkurs-, Aktienkurs- und Zinsrisiken. Die Marktrisiken werden in erster Linie durch Diversifikation gesteuert. Den Liquiditätsrisiken begegnet die Nationalbank, indem sie einen wesentlichen Teil ihrer Anlagen in den weltweit liquidesten Währungen und Anlagemärkten hält. Daneben enthalten die Anlagen einen geringen Anteil an Kreditrisiken.
Marktrisiken der Währungsreserven
Die bedeutendsten Risikofaktoren der Währungsreserven waren Ende 2011 die Wechselkurse und der Goldpreis. Aufgrund der höheren Bestände und der gestiegenen Volatilitäten nahmen die Risiken auf den Währungsreserven deutlich zu. Die Devisenanlagen aus den Devisenswapgeschäften enthalten keine direkten Wechselkursrisiken und auch keine Zinsrisiken. Die Laufzeit der Anlagen entspricht der Laufzeit der Swapgeschäfte, die in der Regel höchstens drei Monate beträgt. Abgesehen von den Anlagen aus Devisenswaps werden Wechselkursrisiken auf den Devisenanlagen grundsätzlich nicht gegen Franken abgesichert, da eine Absicherung einerseits die Wirkung geldpolitischer Devisenoperationen beeinträchtigen und andererseits die generelle Handlungsfähigkeit der Nationalbank beschränken könnte. Deshalb schlagen sich Kursveränderungen des Frankens direkt im Wert der Devisenanlagen nieder. Mit einer durchschnittlichen Duration der festverzinslichen Anlagen von vier Jahren und einer Aktienquote von 9% trugen die Zins- und Aktienrisiken demgegenüber nur wenig zum Gesamtrisiko bei.
Kreditrisiken der Währungsreserven
Kreditrisiken ging die Nationalbank mit Obligationenanlagen von verschiedenen Schuldnern und Schuldnerkategorien ein. Dazu gehören Obligationen von öffentlichen und supranationalen Emittenten sowie Pfandbriefe und vergleichbare Papiere. In den Devisenanlagen wurden Ende 2011 zudem Unternehmens-anleihen im Wert von rund 7 Mrd. Franken gehalten. Kreditrisiken aus nicht-handelbaren Instrumenten gegenüber Banken bestanden in Form von Festgeldern und Wiederbeschaffungswerten von Derivaten. Die Goldleihe enthielt kein nennenswertes Kreditrisiko; die Geschäfte waren durch Anleihen überdurchschnittlicher Bonität besichert.
Der grösste Teil der Anlagen wird in Form von Staatsanleihen gehalten; dabei machen Staatsanleihen europäischer Kernländer und der USA mehr als die Hälfte der Anlagen aus. Der überwiegende Teil der Anleihen (Ende 2011: 83%) trug die Höchstnote AAA. Insgesamt waren 95% der Anleihen mit einem Rating von AA oder besser bewertet.
Liquiditätsrisiken der Währungsreserven
Die Nationalbank stellt hohe Anforderungen an die Liquidität ihrer Anlagen. Ende 2011 wurden 78% der Devisenanlagen in den Hauptwährungen Euro und US-Dollar und davon ein grosser Teil in liquiden Staatsanleihen gehalten.
Risikoprofil der Frankenanleihen
Das Portfolio der Frankenanleihen enthielt Ende 2011 in erster Linie Anleihen von Bund, Kantonen und ausländischen Emittenten sowie Schweizer Pfandbriefe. Die Duration des Portfolios betrug gut sechs Jahre.