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Fragen und Antworten zum Thema Banken
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| Wer hat die erste Bank gegründet? Und wo? |
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Geldwechsel und Kreditvergabe sind aus vielen alten Kulturen bekannt. Im Mittelalter blühte der Handel in Europa auf; damit wuchs das Bedürfnis nach professionellen Bankdienstleistungen. Zu den ersten Banken jener Zeit gehörten die Bankhäuser in den Handelsstädten Italiens.
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| Wem gehören die Banken in der Schweiz? |
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Die meisten Banken sind im Besitz von Aktionären: Die Grossbanken gehören privaten Aktionären, die Kantonalbanken ganz oder zum grössten Teil den Kantonen. Es gibt aber auch Privatbanken: Sie sind Eigentum von einigen wenigen so genannten Teilhabern.
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| Wer darf heute in der Schweiz eine Bank gründen? |
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Wer die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt und von der Eidgenössischen
Finanzmarktaufsicht FINMA eine Bewilligung erhält, darf in der Schweiz eine Bank eröffnen. Die Bedingungen für eine Bewilligung sind im Bankengesetz festgehalten. Sie sind streng, denn es geht um den Schutz von Sparern und Anlegern. So muss die Bank nachweisen, dass sie über eine sinnvolle Organisation und das vorgeschriebene Mindestkapital verfügt. Ausserdem müssen die mit der Verwaltung und der Geschäftsführung betrauten Personen einen «guten Ruf geniessen und Gewähr fü eine einwandfreie Geschäftsführung bieten».
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| Was ist der Unterschied zwischen einer Notenbank und einer Zentralbank? |
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Beide Begriffe bezeichnen das Gleiche, nämlich eine Bank, die für die Geldversorgung eines Landes zuständig ist. Beim Begriff «Notenbank» steht die Vorstellung des Banknotenmonopols im Vordergrund. Der Begriff «Zentralbank» vermittelt die Idee einer zentralen Stelle, die Geld ausgibt, die Geldversorgung des Landes regelt und sich im Zentrum des Zahlungsverkehrs befindet.
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| Was würde passieren, wenn plötzlich alle Leute gleichzeitig ihr Geld von der Bank abheben wollten? |
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Die Banken würden in grosse Schwierigkeiten geraten, weil sie ja nur einen Teil
der Spargelder als Reserve zurückbehalten. Zwar könnten sich die Banken bei der
Nationalbank Geld beschaffen. Bei einem Ansturm auf die Schalter würde dies aber
nicht reichen; Nationalbank und Banken müssten Notmassnahmen ergreifen. In einer
gesunden Wirtschaft mit einem gut funktionierenden Bankensystem ist so eine
Situation aber sehr unwahrscheinlich.
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| Würde die Wirtschaft auch ohne Banken funktionieren? |
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Theoretisch ist eine Wirtschaft ohne Banken möglich. Ein Haus lässt sich mit Hilfe von Verwandten finanzieren, eine Firma kann Kredite auch bei anderen Firmen aufnehmen. Gegenüber privater Geldvermittlung haben Banken jedoch entscheidende Vorteile: Sie verfügen über Spezialwissen und grosse Mengen an Spargeldern, und damit können sie eine Vielzahl von Kreditnehmern bedienen. Eine moderne Wirtschaft ohne Banken ist deshalb kaum mehr vorstellbar.
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| Warum gibt es manchmal mehr und manchmal weniger Zins auf dem Konto? |
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Der Zins ist der Preis für geliehenes Geld. Er schwankt je nach Angebot und Nachfrage. Wenn die Banken viel Geld von den Sparern erhalten und Kredite nicht besonders gefragt sind, senken sie die Zinsen. Ist der Spargeldzufluss knapp und das Interesse an Krediten gross, erhöhen die Banken die Zinsen.
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| Warum gibt es verschiedene Zinssätze? |
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Zinsen können sich zum Beispiel je nach Art der Schuldner unterscheiden. Einem guten Schuldner wie dem Staat überlassen Sparer ihr Geld zu einem tieferen Zinssatz als jemandem, der risikoreiche Geschäfte eingeht. Und für einen langfristigen Kredit ist der Zinssatz meistens höher als für einen kurzfristigen Kredit, weil mit der Dauer des Kredits auch das Risiko zunimmt.
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| Gibt es auch das Gegenteil von Geldschöpfung, also Geldvernichtung? |
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Die Geldvernichtung lässt sich ähnlich wie die Geldschöpfung erklären: Ein Sparer beschliesst, sein Geld wieder vom Sparheft abzuheben und in bar aufzubewahren. Die Bank hat aber den grössten Teil davon als Kredit ausgeliehen und nur eine kleine Reserve behalten. Sie müsste also den Kredit kündigen. Zum Glück läuft der Kredit jedoch gerade aus, und der Unternehmer zahlt ihn in Form von Noten zurück. Die Bank bezahlt dem Sparer sein Guthaben aus und streicht den Kredit aus ihren Büchern. Damit ist die Geldmenge um den Kredit kleiner geworden: Es wurde Geld vernichtet.
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