|
Fragen und Antworten zum Thema Geld
.
| Wie viel kostet die Herstellung einer Banknote? |
 |
Die Herstellung von Banknoten ist nicht gratis: Die Kosten betragen etwa 30 Rappen pro Stück, egal ob es sich um eine Zehn- oder eine Tausend-Franken-Note handelt. Der Herstellungsprozess erstreckt sich von den ersten Entwürfen über die Produktion des Papiers bis zum Bedrucken und zum Einbau der Sicherheitsmerkmale. Für den Ersatz abgenutzter Banknoten gibt die Nationalbank jedes Jahr zwischen 20 und 30 Millionen Franken aus.
.
| Welches ist die am meisten verwendete Banknote? |
 |
Die Hundert-Franken-Note. Von ihr sind über 70 Millionen Stück im Umlauf. Die Zweihundert-Franken-Note, die erst 1997 ausgegeben wurde, bringt es auf
gut 30 Millionen Stück.
.
| Nach welchen Kriterien werden neue Banknoten entworfen? |
 |
Die zentralen Kriterien bei der Entwicklung neuer Banknoten sind Sicherheit, ein zeitgemässes Erscheinungsbild und die gute Unterscheidbarkeit der einzelnen Notenwerte. Seit den fünfziger Jahren hat die Nationalbank etwa alle zwanzig Jahre neue Banknotenserien ausgegeben. Bei der Sicherheit und der Gestaltung wurden dabei oft Pionierleistungen erbracht.
.
| Wo wurde das Papiergeld erfunden? |
 |
Als Erfinder des Papiergeldes gelten die Chinesen. Erste Formen von Papiergeld kamen in China im 7. Jahrhundert auf. In Europa wurde Papiergeld zunächst nur als vorübergehender Notbehelf eingesetzt - wenn es während einer Belagerung in einer Stadt nicht genug staatliche Münzen gab. Die ersten regulären Banknoten
entstanden in Europa im 17. Jahrhundert.
.
| Wo werden Banknoten hergestellt? |
 |
Die berühmte «Notenpresse», von der immer wieder die Rede ist, steht nicht bei der Nationalbank selbst. Im Gegensatz zu anderen Notenbanken unterhält die Schweizerische Nationalbank keine eigene Notendruckerei. Bis in die siebziger Jahre wurden die Schweizer Noten in England gedruckt. Seither erfüllt die Zürcher Firma Orell Füssli Sicherheitsdruck AG diese Aufgabe im Auftrag der Nationalbank.
.
| Wer ist für die Ausgabe von Münzen zuständig? |
 |
Das Banknotenmonopol liegt bei der Nationalbank, die Münzhoheit beim Bund. Die
swissmint, früher Eidgenössische Münzstätte genannt, gehört zum Finanzdepartement. Sie prägt die Schweizer Münzen, und die Nationalbank bringt sie in Umlauf.
.
| Wozu braucht es überhaupt noch Bargeld? Geht es auch ohne? |
 |
Die meisten Güter und Dienstleistungen lassen sich heute ohne Bargeld erwerben. Für die Bezahlung kleinerer Beträge spielen Münzen und Banknoten aber immer noch eine wichtige Rolle, weil sie praktisch sind. Bei manchen Geschäften wird traditionell in bar bezahlt, beispielsweise beim Handel mit Gebrauchtwagen oder auf dem Viehmarkt.
.
| Müssen alle Leute die Banknoten der SNB verwenden? |
 |
Der Schweizer Franken ist das gesetzlich vorgeschriebene Zahlungsmittel der Schweiz. Die von der Nationalbank ausgegebenen Banknoten müssen deshalb in der Schweiz akzeptiert werden, wann immer jemand etwas mit ihnen bezahlen will. Ablehnung ist nur bei Verdacht auf Fälschung erlaubt. Natürlich darf auch mit Kreditkarten oder in einer anderen Währung als dem Schweizer Franken bezahlt werden – sofern der Verkäufer damit einverstanden ist.
.
| Wer bestimmt, was Waren und Dienstleistungen kosten? |
 |
In einer freien Marktwirtschaft, wie sie in der Schweiz herrscht, bestimmen Angebot und Nachfrage die Preise von Waren und Dienstleistungen. Ist die Nachfrage hoch, steigt meist der Preis. Für Anbieter wird es dann interessanter, mehr von einer Ware oder Dienstleistung bereitzustellen. Wird das Angebot bei gleich bleibender Nachfrage erhöht, dann sinkt der Preis vielleicht wieder. Preisveränderungen sorgen dafür, dass sich Angebot und Nachfrage einpendeln.
.
| Was geschieht, wenn ein Land auf seinen Banknoten einige Nullen streicht? |
 |
Sehr hohe Banknotenwerte sind meist die Folge einer langen Inflationsphase. Solche Banknoten werden für den täglichen Gebrauch unhandlich. Wer etwas bezahlen will, muss in Hunderttausenden und Millionen rechnen. Es gibt Länder, die in so einer Situation einige Nullen auf den Noten streichen, damit die Banknoten als Zahlungsmittel wieder einfacher zu handhaben sind. Die Inflation selbst lässt sich so natürlich nicht in den Griff bekommen.
.
| Ist jemand, der wenig Geld hat, immer auch arm? |
 |
Im allgemeinen Sprachgebrauch gilt jemand, der wenig Geld hat, als arm und jemand, der viel Geld hat, als reich. Ökonomen verstehen den Begriff Geld enger: Er umfasst nur die Zahlungsmittel, also Münzen, Banknoten und Buchgeld. Vermögen umfasst hingegen auch Wertschriften, Sachgüter und Immobilien. Jemand mit einem grossen Vermögen kann also durchaus wenig Geld haben und ist trotzdem nicht arm.
|