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Hier bezahlen die Banken den Zins

Das wichtigste Geschäft zwischen der Nationalbank und den Banken ist das Repo-Geschäft (Repurchase Agreement). Dabei kauft die Nationalbank von einer Geschäftsbank Wertpapiere und vereinbart schon beim Kauf, dass diese Bank die Wertpapiere später wieder zurückkauft. Die Bank erhält auf diese Weise einen Kredit, die Nationalbank vorübergehend die Wertschriften. Für den Kredit verlangt die Nationalbank einen Zins, den Repo-Zins.

Banken kaufen Schweizer Franken nicht nur bei der Nationalbank, sondern auch von anderen Geschäftsbanken. Der wichtigste internationale Markt für Schweizer Franken liegt in London. Londoner Zinsen für Franken und andere Währungen heissen «Libor» (London Interbank Offered Rate). Um die Geldversorgung zu steuern, teilt die Nationalbank den Geschäftsbanken mit, in welcher Höhe sie den Libor-Satz für Dreimonats-Anlagen in Schweizer Franken halten will. Den Libor-Satz steuert die Nationalbank mit ihren täglichen Repo-Geschäften. Damit sie einen gewissen Spielraum behält, bestimmt die Nationalbank für den Libor ein Zielband von einem Prozentpunkt, in dem der Libor schwanken kann: Sie teilt zum Beispiel mit, dass sie den Libor zwischen drei und vier Prozent halten will.

Statt Wertschriften kann die Nationalbank auch Devisen - fremde Währungen, meistens Dollar - von den Banken übernehmen. Dieses Geschäft heisst Devisenswap. Devisenswaps werden heute kaum mehr abgeschlossen.

 
Zur Steuerung der Geldversorgung setzt die Nationalbank vor allem Repo-Geschäfte ein.